Angler im Angelladen

Vielerlei Utensilien sind fürs Angeln unverzichtbar. Dazu gehören in erster Linie Angel, Rolle, Schnur, Angelhaken (auch Greifer genannt), Werkzeuge, Posen, Stopper etc.

Wenn man mit dem Angeln loslegt, möchte man am liebsten alles auf einmal haben und vor allem viele dicke Fische fangen. Die Euphorie und der Enthusiasmus sind absolut verständlich. Uns ging es und geht’s natürlich auch so.

Deshalb hier ein paar Tipps für die richtige Grundausstattung. Wir empfehlen an dieser Stelle keine Marken oder Hersteller von Angelequipment. 

Damit es Dir allerdings bei der Auswahl etwas leichter fällt, haben wir für Dich eine erste Angelausrüstung zusammengestellt. Sie lässt sich natürlich variieren, aber aus Erfahrung können wir sagen, dass Du mit dieser Grundausstattung universell fischen und so die ersten Erfahrungen sammeln kannst. Nur auf eines solltest Du unbedingt achten: Nicht die Menge macht es, sondern die Qualität. Besonders bei der ersten Rute und Rolle solltest Du nicht sparen! Du willst ja ein paar Jahre mit diesem Equipment angeln. Ob es gleich eine Angeltasche sein muss oder aber auch ein mittelgroßer Rucksack für den Anfang seinen Zweck erfüllt, ist Geschmackssache. Insbesondere die Raubfischjäger werden mit einem Rucksack gut beraten sein.

Folgende Utensilien sollten auf keinen Fall im Koffer oder in der Tasche fehlen:

  • ein scharfes Messer
  • Hakenlöser bzw. noch besser eine Arterienklemme
  • ein Fischbetäuber / Fischtöter
  • ein Maßband (es reicht auch ein kleiner Gliedermaßstab bis 1 Meter)
  • Teleskop-Unterfangkescher in mittlerer Größe
  • Notfallset mit Desinfektionsspray, Pflaster und Wundverband (für Raubfischangler ganz wichtig, um Verletzung mit dem Drilling sofort behandeln zu können)

Zusätzlich – je nach Zielfisch – empfiehlt sich folgendes Zubehör:

  • Posen (Lauf- und Feststellposen mit einer Tragkraft zwischen 2 und 15 Gramm)
  • Posenstopper und Stopperperlen
  • Bleischrote (am besten eine Dose mit verschiedenen Größen)
  • Durchlaufbleie, Birnenbleie in verschiedenen Gewichten
  • Karabinerwirbel in verschiedenen Größen
  • zwei verstellbare Rutenhalter
  • Sitzgelegenheit (entweder ein Stuhl oder eine Sitzkiepe)
  • Setzkescher bzw. Kühlbox für zur Mitnahme bestimmte Fische
  • Tuch zum Abtrocknen und Reinigen der Hände nach einer Fischlandung
  • eine Box, in der die Zubehörteile gut sortiert untergebracht werden können

 

 Das sind Basics, die man immer dabei haben sollte! 

 

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Eines der wichtigsten Dinge ist ein gutes Messer, hierbei ist ein professionelles Multifunktionsmesser (Multitool) vorzuziehen. Achte darauf, dass das Messer eine scharfe, spitze Klinge, Schere, spitze Multizange (mit Drahtschneider), Säge und Flaschenöffner hat. Es gibt Messer mit über 20 Funktionen, das braucht man nicht. Für das Tool solltest Du mindestens 30 EUR investieren.

 

Oft passiert es, dass ein Fisch den Köder zu tief aufgenommen hat, bevor wir überhaupt den Anschlag setzen konnten. Der Fisch hat quasi den Köder mit Haken verschluckt. Um den Haken dann schonend aus dem Fischmaul lösen zu können, wird ein Hakenlöser oder alternativ eine Arterienklemme/Zange benötigt. Wir empfehlen die gebogenen Arterienklemmen aus der Apotheke für ca. 7 EUR. Wenn ihr die Zange dann noch an einen Jojo-Halter (ca. 4 EUR) hängt, kann sie auch nicht wegkommen.


Der Fischbetäuber ist ein wichtiges Angelutensil und wird dazu verwendet, um den gefangenen Fisch (den man entnehmen möchte) vor der Tötung ordnungsgemäß zu betäuben. Meist sind sie aus Metall, Kunstoff oder Holz. Achtet beim Kauf darauf, dass die Betäuber nicht allzu leicht sind! Insbesondere Hecht-, Barsch-. Stör- und Karpfenangler sollten eher die „schwere“ Ausführung wählen. Wichtig! Nach dem betäuben muss der Fisch noch waidgerecht getötet werden!

Die empfohlene Angelrolle

Die Angelrolle besitzt mehrere Funktionen. Sie dient einerseits als Schnurreserve und sorgt dafür, Schnur bei Bedarf reibungslos freizugeben, andererseits kann ein Fisch bzw. der Köder mit verschiedenen Techniken problemlos eingeholt werden. Natürlich existieren auch hier verschiedene Modelle und Varianten. Als Einsteiger Tipp für Angler empfehlen wir die Verwendung von mittleren Stationärrollen. Stationärrollen haben entweder am Ende oder an der Front eine Bremse, welche sich über einen Drehknopf bedienen lässt. Die Bremse sollte möglichst ohne Ruck ansprechen. Eine Frontbremse ist in den meisten Fällen feiner einzustellen als eine Heckbremse, deshalb geht unsere Empfehlung in diese Richtung.
Die Rolle sollte ca. 200 Meter 0,30er monofile Schnur fassen (und natürlich zur Rute passen). Mit Rollen dieser Größe ist die Rute gut ausbalanciert und der Durchmesser der Spule schon relativ hoch. Es kommt zu weniger Perücken und die Schnur läuft beim Werfen besser ab. Das wiederum bringt Wurfweite! Die Hauptspule sollte aus Aluminium bestehen und konisch sein. Die Ersatzspule kann aus Kunststoff sein.

Übersetzungen und Kugellager

Wenn eine Angelrolle ein Übersetzungsverhältnis von 5:1 besitzt, bedeutet das, dass während sich die Kurbel einmal um sich selbst dreht, die Spule fünfmal um sich selbst rotiert. Wie viel Schnur tatsächlich dabei ausgegeben bzw. eingeholt wird, hängt von deren Durchmesser und der Schnurbeschaffenheit ab. Oftmals wird fälschlicherweise angenommen, je mehr Kugellager eine Rolle hat, desto besser ist die Rolle. Entscheidend hierbei ist jedoch nicht nur die reine Anzahl, sondern vor allem die richtige Position sowie die Qualität der Kugellager. Viele Kugellager bedeuten nicht gleich eine hohe Qualität. Eine gute Markenrolle benötigt nicht mehr als drei Kugellager plus einem Walzenlager für die spielfreie Rücklaufsperre. Mehr Kugellager bedeuten in der Regel nur einen höheren Preis. Wir empfehlen für den Erstkauf einer Angelrolle mindestens vier Kugellager.

Die perfekte Angelrute

Eine (Und damit meinen wir wirklich eine!) Rute reicht für den Anfang vollkommen aus, auch wenn man gerne alle möglichen Techniken auf einmal ausprobieren möchte.

Wir empfehlen Einsteigern und Anfängern eine Steckrute (ob zwei- oder dreiteilig ist egal), die bei gleichem Preis eine bessere Leistung als eine Teleskoprute bietet. Einziger Vorteil der Teleskoprute ist, dass sie nicht so viel Platz beim Transport wegnimmt.

Diese Steckrute kannst Du zum Grund- und Posenangeln, aber auch zum Spinnfischen benutzen. Beim Kauf solltest Du unbedingt auf eine fehlerfreie Verarbeitung achten. Auch müssen die Ringe sauber und in einer exakten Flucht gebunden sein. Empfehlenswert sind SIC-Ringe. Sie sind haltbarer und schonen die Schnur. Ob der Griff aus Kork oder Moosgummi besteht, spielt keine Rolle. Das bleibt ganz Deinem Geschmack überlassen.

Übrigens: Rute und Rolle sollte man immer zusammen kaufen. Hat man bereits ein Teil nimmt man das vorhandene Gerät mit in den Angelladen und lässt sich vom Fachhändler beraten, was am besten dazu passt. Ideal für den Einstieg ins Angeln ist eine Rute mit ca. 2,70 bis 2,90 Meter Länge. Die Stärke einer Rute wird entweder durch das Wurfgewicht oder das Gewicht, welches angehangen wird damit die Rute sich zu einem Viertelkreis biegt, bestimmt. Für Einsteiger eignet sich ein Wurfgewicht von ca. 10 – 40 Gramm am besten, da dieses Gewicht bereits eine breite Palette an möglichen Angeltechniken abdeckt. Als Empfehlung gilt: Wird einmal mehr Gewicht benötigt, sollte dieses nicht mehr als 25 Prozent vom ausgewiesenen Wurfgewicht abweichen. Die Angel sollte gut in der Hand liegen und eine gute Spitzenaktion (Parabolik) zeigen. Auch hier gibt es echt „labbrige“ Discountangeln (leider auch von Markenherstellern), die das Angeln echt schwer machen.

Teleskoprute oder Steckrute?

Wir selbst nutzen sowohl Steckruten (für den Urlaub) als auch Teleskopruten. Steckruten bestehen aus mehreren Teilen und haben den Vorteil, dass mehrere Schnurringe daran befestigt sein können. Tendenziell besitzen diese Angelruten einen kleineren Durchmesser und lassen sich so besser handhaben. Gerade Anfänger profitieren von dem Handling der Steckruten. Teleskopruten lassen sich hingegen einfacher transportieren, da sie besonders in Koffern und im Gepäck platzsparend gelagert werden können. Teleskopruten belasten jedoch die Angelschnur durch die bauartbedingte Reduzierung an Schnurringen.

Die richtige Angelschnur

Für Anfänger sind monofile Schnüre am besten geeignet. Später kann zu geflochtenen übergegangen werden. Geflochtene Schnüre erfordern viel Erfahrung und können wegen ihrer teilweise schwierigen Eigenschaften den anfänglichen Spaß am Angeln vermiesen. Sie sind zudem teurer als monofile Schnüre.

Am besten lass Deine neu erworbene Rolle gleich mit einer 0,30er Schnur bespulen und die Ersatzspule mit einer 0,20 Monofil. Die dickere Schnur kommt beim Angeln auf Aale, Karpfen und Zander zum Einsatz und auch zum Spinnfischen auf Hecht. Die dünnere Schnur auf der Ersatzspule nimmt man für das leichte Grund- und Posenangeln sowie Forellenfischen oder zum Spinnfischen auf Barsche. Besonders bei Anfängern ist der Schnurverbrauch sehr hoch, deshalb muss es nicht unbedingt eine teure Schnur sein. Eine preiswerte Markenschnur tut es auch! Lasst Dich diesbezüglich vom Fachhändler beraten! Übrigens: Nirgendwo wird mehr gelogen als bei der Tragkraft der Schnüre! Wenn Du Dich für die sogenannten Zielfischschnüre der Markenhersteller entscheidest, triffst Du eine gute Wahl.

Eine geflochtene Schnur besteht aus mehreren geflochtenen Leinenfäden. Darüber hinaus werden häufig Materialien wie Dyneema oder Keviar verwendet. Dies macht die Schnur robuster, was sich insbesondere beim Meeresangeln oder Spinnfischen als Vorteil erweist. Durch die Verwebungen der Fäden nehmen geflochtene Angelschnüre relativ viel Feuchtigkeit auf und drohen bei Temperaturen unter null Grad zu bersten bzw. zu gefrieren. Verglichen mit monofilen Schnüren sind sie unter normalen Witterungsbedingungen aufgrund ihrer Struktur reißfester. Zudem lassen sich Rutenbewegungen direkter auf den Fisch übertragen, da geflochtene Schnüre eine geringe Dehnfähigkeit besitzen. Um die Schnur so unauffällig wie möglich vor den Fischen zu verbergen, sollte der Farbton dem Wasser angepasst sein. Grau, braun oder grün haben sich als gute Schnurfarben bewährt. Geflochtene Schnur verwendet man immer mit Vorfach (Fluro, Stahl etc.).

Eine monofile Angelschnur besteht nur aus einem Nylonfaden und kann leicht als Universalschnur für verschiedene Angeltechniken eingesetzt werden, da sie Anfängern keine speziellen Verknotungen abfordert. Nylonschnüre sind dünner und dadurch im Wasser schwerer zu entdecken. Sie nehmen kein Wasser auf und drohen damit auch nicht zu verrotten oder bei tieferen Temperaturen zu reißen. Ruckartige Bewegungen des Fischs können gut abgefedert werden. Beim feinen Spinnfischen mit der UL-Rute benötigt man allerdings etwas mehr Führungsgeschick mit der Rute. 

Mit dieser Grundausstattung bist Du schon gut beraten und kannst loslegen.

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