Angelköder für Friedfische und Raubfische

Immer wieder kommt es vor, dass wir Angler frustriert sind, weil es am Gewässer einfach nicht so läuft, wie erhofft. Nicht selten verzweifelt man und sucht gewisse Gewässer bewusst nicht mehr auf. Der Fehler wird häufig beim Angelgewässer gesucht, obwohl die eigentliche Ursache an ganz anderer Stelle zu finden ist. Bei einem unserer letzten Angelkurse an der Elbe hatte der Teilnehmer einen Spiegelkarpfen und eine Schleie gefangen. Die Verwunderung war sehr groß, da der Angler bislang der Meinung war, dass es gar keine Karpfen und Schleien in der Elbe gibt.

In diesem Zusammenhang spielen vor allem Angelköder immer wieder eine entscheidende Rolle. Viel zu häufig greifen Angler zu den falschen Ködern und wundern sich, weshalb sie nichts fangen. Selbst die teuersten Angelruten und Rollen wollen nicht zum Erfolg führen. Um dennoch gelegentlich ein paar tolle Fänge mit nach Hause zu bringen, wird ein sogenannter Forellenpuff aufgesucht, um dort auf eingesetzte und leicht zu überlistende Fische zu angeln. Aber das geht auch anders!

Hier lernst du welche Köder es gibt und für welche Fische du diese einsetzen kannst. Grundsätzlich unterscheiden wir in künstliche und natürliche Angelköder. Beide Arten fangen Fische, aber sie sind auf den entsprechenden Zielfisch auszurichten.

Künstliche Angelköder

Kunstköder werden besonders von Raubfischanglern eingesetzt. Mit Wobblern, Spinnern oder Blinkern können sehr gut Hechte, Zander und Barsche überlistet werden. Es gibt aber auch bereits Würmer und Maden aus Plastik, die für das Friedfischangeln gut einsetzbar und immer wieder verwendbar sind.

Natürliche Angelköder

Naturköder sind beispielsweise Mais, Maden und Regenwürmer. Da Naturköder zu dem allgemeinen Nahrungsangebot von Fischen gehören, eignen sie sich sehr gut zum Angeln.

Gängige Angelköder auf pflanzlicher Basis

  • Brot, Teig (auch Forellenteig)
  • Kartoffeln
  • Boilies
  • Mais
  • Frolic
  • Nüsse (Tigernüsse), Bohnen
  • Kirschen

Angelköder auf tierischer Basis sind zum Beispiel

  • Bienenmaden, Maden
  • Fischfetzen, Köderfische
  • Regenwürmer, Rotwürmer, Mistwürmer, Tauwürmer, Mehlwürmer
  • Insekten wie Grashüpfer / Heuschrecken
  • Käse

 Angelköder für deinen Zielfisch

Die Auswahl an Ködern, die auf Friedfische in Frage kommen, ist recht groß. Hierbei handelt es sich durchweg um Naturköder, von denen der Großteil vergleichsweise leicht zu beschaffen ist. Typische Köder, die sich in so gut wie jedem Haushalt finden, sind Brot, Teig und Mais. Mit Brot und Angelteig (der aus Brot, Wasser und ggf. ein paar Lockstoffen geknetet wird) hat man relativ gute Chancen, sofern die Qualität stimmt. Angelmais ist auch ein brauchbarer Köder, wobei es hier stark auf das jeweilige Gewässer ankommt.

Noch besser sind jedoch fleischhaltige Köder. Irrtümlicherweise glauben einige Angler, dass Friedfische keine Würmer oder Maden verzehren. Dies ist eine absolute Fehlannahme. Fleischmade und Angelwurm sind die wichtigsten Köder zum Friedfischangeln. Würmer (Regenwurm, Rotwurm und Mistwurm) gehen auf diese Fische besonders gut. Auch mit Angelmaden kann man sein Glück versuchen. Lediglich die vergleichsweisen teuren Bienenmaden bzw. Wachsmottenlarven müssen nicht zwingend am Angelhaken landen. Kombinationen wie z.B. ein Maiskorn und zwei Maden haben sich zudem bewährt.

Es wichtig, nicht nur den richtigen Angelköder zu verwenden, sondern diesen auch korrekt zu präsentiert. Im ersten Schritt gilt es einen geeigneten Angelhaken zu wählen. Am besten setzt man auf gebundene Vorfachhaken, die man im Angelgeschäft kaufen kann. Typische Zielfischhaken für Brassen, Karpfen, Rotauge sind heutzutage problemlos erhältlich. Im zweiten Schritt gilt es den Köder richtig anzubringen. Es ist wichtig, dass der Fisch den Haken nicht sofort zu spüren bekommt. Der Wurm ist daher ein besonders guter Köder: Er lässt sich mit Hilfe einer Ködernadel gut aufziehen, damit der Schenkel vom Angelhaken vollständig verschwindet. Aber auch Wurmstücken funktionieren gut.

Unsere Zielfisch Empfehlung

Aal

Fischfetzen, kleine fingerlange (tote) Köderfische, Tauwurm, Maden im Bündel

Zum Aalangeln ist der Tauwurm der unangefochtene Angelköder No. 1. Kleine tote Köderfische und Fischfetzen bringen meist die kapitalen Exemplare. Mit Maden werden Aale meist nur als Beifang beim Grundangeln gefangen. Als Köder zum gezielten Angeln auf Aal sind Maden eher nicht zu empfehlen.

Profi-Tipp für Grundfutter

Bei der Farbwahl für das Futter zum Anfüttern sollte man sich immer am Gewässergrund orientieren. Dabei gilt: dunkles Futter für dunklen Grund und helles Futter für hellen Untergrund!